Mein Kampf gegen Schmerzen. Ein Versuch mit einem hoch umworbenen Tool: Mylivia

Wer an Endometriose leidet, kann über Schmerzen im Unterleib ein Lied singen. Auch bei mir ist es neben der Periode auch „zwischen den Tagen“ immer wieder so, dass ich an extremen Unterleibschmerzen leide, insbesondere dort, wo die Gebärmutter mit dem Darm aneinander liegen…

Auf Instagram wurde mir vor einem Monat dann ein kleines Gerät eingestreut (eine Werbeanzeige, wahrscheinlich, weil ich den Hashtag #endometriose ein paar mal genutzt habe…), welches am Bauch festgeklebt wird und dann die Schmerzen einfach AUSSCHALTEN SOLL:

DAS WÄRE JA… HAMMERMEGAWOW!

Bestellt habe ich es für rund 150 Euro noch am selben Tag, da ich das unbedingt gerne ausprobieren will. Also, auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, wie genau das funktionieren soll, ich bin einfach nur gespannt. Und zwar so richtig extrem.

Ich warte nun auf das Paket, welches übrigens aus ISRAEL kommt *staun*… Die Firma an sich sitzt in England, nun ja, lassen wir uns mal überraschen;)

 

LG
Eure MIra

 

 

 

 

Was hat Endometriose mit meinem Zwerchfell zu tun? – Sie raubt mir die Luft

Endometriose ist eine wirklich hinterhältige Krankheit.

Im Familymag berichtete ich vor einem Jahr über den bisherigen Verlauf der Endometriose. Wie sie meinen Darm zerfrisst, warum ich einen künstlichen Darmausgang hatte und was die große 12-Stunden-OP gebracht hat.

Ich habe seit dem hormonell so ziemlich jede Therapie durch, die es gibt.

So befand ich mich sieben Monate in den Wechseljahren. Und hatte nur noch meine Tage.

Ich nahm zwei mal die Pille am Tag. Später sogar in Kombi mit der Drei-Monats-Spritze. Und ging auf wie ein Muffin. Meine Tage (und die Schmerzen halt dann auch) hatte ich bei dieser Therapie ebenfalls fast durchgehend.

Ich habe dann einfach alles abgesetzt und nehme nun gar keine Hormone mehr.

Die Endometriose in Schach halten möchte ich nun unter anderem durch eine Ernährungsumstellung. Ich esse nichts mehr von dem, was mir mal gut geschmeckt hat. Keinen Weizen, keinen Zucker, keine Kuhmilch.

Und irgendwie dachte ich lange, das das hilft.

Nun stellt sich heraus, dass ein Problem, welches ich schon seit Jahren habe, auch von der verdammten Endometriose her rührt:

Ich habe seit Jahren immer kurz vor bis eine Woche nach der Periode heftigste Schulterschmerzen. So heftig, dass ich die Nächte durchheule.

Das DAS mit der Endometriose zusammmenhängt, wäre mir nie, niemals in den Sinn gekommen.

Ein Arzt in der Uniklinik Münster hatte dann die Diagnose sehr schnell, nachdem er meine Geschichte hörte:

Ich habe, so meinte er, Endometriose am Zwerchfell!

Das wurde inzwischen mit einem MRT bestätigt.

Himmel.

ENDOMETRIOSE AM ZWERCHFELL. Es gibt wirklich schöneres.

Seit vier Monaten weiß ich nun davon. Und inzwischen merke ich, dass ich nicht nur beim Treppensteigen kurzatmig werde, sondern auch schon beim SPRECHEN.

Und helfen wird wieder nur das eine: EINE OPERATION.

Ich frage jetzt mal in die Runde, vielleicht liest ja jemand meinen Beitrag, der jemanden kennt, der jemanden kennt (…):

WAS ZUR HÖLLE HILFT NOCH AU?ER HORMONEN UND OPERATIONEN GEGEN ENDOMETRIOSE????

Ich bin wirklich am Ende mit dieser nervenaufreibenden Krankheit. Und ich würde wirklich sehr, sehr gerne noch ein paar Jahre möglichst fit bleiben.

Liebe Grüße

Eure Mira

Beitragsfoto:  Africa Studio  / shutterstock